Studie: Scheidungshäufigkeit in binationalen Ehen

2008-11-05

Mit dem Ansteigen der Scheidungsraten in Deutschland auf Bereiche jenseits der 50 Prozent interessiert uns als Betreiber einer Agentur für die Partnervermittlung mit dem Schwerpunkt in Russland, der Ukraine und Osteuropa natürlich ganz besonders, wie die Ehen zwischen Deutschen und etwa ukrainischen Frauen im Vergleich abschneiden.

Leider gibt es dazu von Seiten der Verwaltungsbehörden in Deutschland keine exakten Untersuchungen mit einer Aufgliederung nach der Nationalität der Eheleute – Eheschließungen und Scheidungen werden nur erfasst, wenn sie bei deutschen Behörden stattfinden. Die glamouröse Schnellhochzeit in Las Vegas fällt damit ebenso durch das Raster wie eine Heirat im Ausland, etwa in der Heimat der russischen Braut.

Trotzdem lassen sich Schlüsse über die Sicherheit einer Ehe zwischen Deutschen und Russinnen oder Ukrainerinnen ziehen. Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf etwa nennt folgende Zahlen für das Jahr 2006:

7,6 Prozent aller Ehen wurden zwischen einem deutschen Mann und einer ausländischen Frau geschlossen, während nur in 5,6 Prozent aller Scheidungsfälle ein deutscher Mann von seiner ausländischen Partnerin geschieden wurde. Binationale Ehen zwischen deutschen Männern und Frauen aus dem Ausland sind also demnach sogar stabiler als der Durchschnitt. (Zahlenquelle: iaf e.V.)

Wir erklären uns das so: Wer seine Partnerin im Ausland findet, überlegt schon vor der Ehe sehr intensiv, wie das glückliche Zusammenleben “für immer” möglich werden kann. Schon in einer recht frühen Phase der Beziehung lernen sich die Partner ausführlich kennen und wissen viel über die Wünsche und Vorstellungen des Gegenübers. Damit wird eine binationale Ehe im Endeffekt stabil und verlässlich.